Bei der vom Manualtherapeuten durchgeführten Behandlung, wird nicht nur die eigentliche mechanische Funktion des Gelenkes wieder verbessert, sondern auch die Ursache der Irritation mit ihrer reflektorischen Auswirkung auf das Bindegewebe, der arteriellen Durchblutung, der Funktion innerer Organe, der Funktion endokriner und exokriner Drüsen... wird behoben. Die Manuelle Therapie ist eine Refextherapie.
Trifft der Therapeut auf eine Bewegungseinschränkung so muss er festzustellen, ob es sich hierbei um eine reversible Bewegungseinschränkung handelt, oder um eine manifeste pathologische Erkrankung, die durch die Manuelle Therapie nicht/wenig beeinflussbar ist, z.B. schon in der Vergangenheit entstandene arthrotische Veränderungen. Erst wenn alle Kontraindikationen ausgeschlossen sind kommt die Manuelle Therapie zum Einsatz. Bei dem oben genannten Beispiel möchte ich darauf aufmerksam machen, dass zwischen einer Arthrose und einer Arthralgie sauber zu trennen ist, denn es gibt stark arthrotisch veränderte Gelenke die symptomlos bleiben und ein Zufallsbefund sind. Wogegen morphologisch intakte Gelenke starke Arthralgien entwickeln können.
Fakt ist, dass bei einer Verbesserung der Gelenkfunktion der Schmerzverlauf in den meisten Fällen günstig beeinflusst werden kann, obwohl an der Arthrose nichts geändert wird. Dennoch sollten die arthrotischen Veränderungen insofern Beachtung finden, als dass sie ihrerseits keinen weiteren Schaden bei der Mobilisation oder Manipulation anrichten. Bei beiden Verfahren, der Mobilisation wie auch der Manipulation geht es darum, dass in seiner Funktion gestörte Bewegungssegment in seiner physiologischen Funktion wiederherzustellen. Dabei werden im Wesentlichen passive vom Therapeuten ausgeführte Bewegungen ausgeführt.
Bei einer primären Störung ausgehend von einem inneren Organ, in Verbindung mit einer evtl. begleitenden Gelenkdysunktion, kann der Therapeut positiv auf den Krankheitsverlauf eingreifen indem er das Störfeld vermindert und die Gelnkdysfunktion behandelt.
Folgen von Gelenkfunktionsstörungen können unter anderem sein:
- Schmerzen und Bewegungseinschränkungen an der Wirbelsäule und den Extremitäten
- Taubheits- und Kribbelgefühle
- im Bereich der Halswirbelsäule Kopf- und Nackenschmerzen
- Schwindel, Seh- und Hörstörungen, Ohrgeräusche
- Schluck- und Stimmstörungen
- Halsschmerzen und Fremdkörper-, Kloß- und Engegefühle im Hals
- Schweißausbrüche und
- Schlafstörungen